LennardtundBirner Studie

Wie ändern sich die Arbeitsaufgaben in der Wirtschaftsförderung?
Gibt es eine Zukunftsstrategie? 331 Wirtschaftsförderer:innen aus Deutschland geben in unserer Studie „Zukunft Wirtschaftsförderung 2021“ Antworten.

Der Wandel der Arbeitswelt und der Wirtschaftsstrukturen hat sich auch 2021 fortgesetzt und durch die Corona-Krise nochmals einen starken Schub bekommen. LennardtundBirner wollte von den Wirtschaftsförderungen wissen: Wie beeinflusst zum Beispiel die Digitalisierung ihre tägliche Arbeit? Welche Schwerpunkte werden sie in Zukunft setzen und wie weit sind sie bereits auf dem Weg dorthin? Die Zahl der Nennungen entnehmen Sie den Grafiken in den einzelnen Themenbereichen.

Herausforderungen von morgen

Wie ändern sich Arbeitsaufgaben?

Strategie

Gibt es eine Zukunftsstrategie?

Gewerbe- und Industrieflächen

Wie wird der Flächenbedarf gedeckt?

Standortmarketing

Wie ist die Kenntnis zu den Standortstärken?

Wirtschaftsförderung und Tourismus

Wie sehen Synergien aus?

Innovation und Wissenstransfer

Werden Netzwerke und Programme genutzt?

Qualifizierung

Gibt es Fortbildungsbedarf und Budget?

Die Arbeitswelt hat sich tiefgreifend gewandelt. Auch die Prozesse in der Wirtschaftsförderung müssen sich neuen Gegebenheiten anpassen. Neue Aufgaben und Themenfelder sind hinzugekommen.

Nachhaltige Änderung der zukünftigen Aufgaben.

Änderungsbedarf vor allem in der Kommunikation.

Budget der Wirtschafts-förderungen bleibt gleich.

Zukunftsorientierte Kommunen stellen ihren Wirtschaftsstandort zunehmend strategisch auf Basis einer konkreten Analyse der vorhandenen Faktoren und Fakten auf. Dazu gehört auch die strategische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung.

Über 50 Prozent haben noch keine Strategie.

Interkommunale Zusammenarbeit ist wichtig.

Zur gezielten Entwicklung von Gewerbeflächen brauchen Wirtschaftsförderungen Kenntnis zum Bestand. Es ist außerdem wichtig, den mittel- und langfristigen Bedarf der Unternehmen im Detail zu wissen.

Über 50 Prozent haben keine Flächenstrategie.

Drei Viertel der Befragten kennt Flächenbedarf nicht.

Viele haben klare Vergabekriterien.

Unter einem Standortmarketingkonzept wird oft ausschließlich das Entwickeln von Logos, Slogans und Kampagnen verstanden. Doch für eine gezielte Vermarktung braucht es eine Standortanalyse und Strategie.

Die meisten kennen ihre Alleinstellungsmerkmale.

50 Prozent kennen ihre Positionierung nicht.

Nur ein Viertel hat eine Vermarktungsstrategie.

Die wichtigste Grundlage für erfolgreiches Tourismusmarketing ist das Angebot der Gastgeber:innen. Die Betreuung der Hotels, Pensionen und anderer touristischer Betriebe ist in der Regel Aufgabe der Wirtschaftsförderungen.

Überproportial hohes Marketingbudget.

Es besteht hoher Unterstützungsbedarf.

Fast 60 Prozent gemeinsam in einer Organisation.

Leistungsfähige Innovationszentren unterstützen Unternehmensgründungen sowie bestehende Unternehmen und Wertschöpfungsketten. Zusätzlich fördern starke Unternehmensnetzwerke den Wissenstransfer.

Mehr als die Hälfte hat keine Innovationsstrategie.

Nur ein Fünftel nutzt Förderprogramme.

Enge Zusammenarbeit von Innovationszentren und Wifö.

Die Aufgaben in der Wirtschaftsförderung sind umfassend und zeitaufwändig. Um dem ständigen Wandel gerecht zu werden, ist regelmäßige Weiterbildung notwendig.

Fast alle Wirtschafts-förderungen bilden sich fort.

Bedarf bei Digitalisierung und Innovation.

Budget für Fortbildungen unterscheidet sich stark.

Wir danken allen Wirtschaftsförderer:innen für die Teilnahme an unserer Befragung. Ihre Erkenntnisse erleben wir bereits in unserer Beratung in der Praxis: Die Wirtschaftsförderungen Deutschlands sind im Umbruch. Wichtig ist jetzt die konsequente Ausrichtung und Fokussierung durch eine klare Strategie, welche die meisten Wirtschaftsförderungen (noch) nicht haben.


Jörg Lennardt und Dr. Thomas Birner, Geschäftsführer LennardtundBirner GmbH

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